Polimagie

Magie an & in den Polen, es funkelt, glitzert und zischt.
Beats, Rhythmen, Klangteppiche verweben sich zu einem abwechslungsreichen Soundkonstrukt.
Genregrenzen werden Abend für Abend aufs neue gesprengt.
Viertägig spannt das Clubfestival POLIMAGIE einen roten Faden durch die Stadt, verbindet Beatpol mit Ostpol.
2016 bereits als kleines mehrtägiges Festival gestartet, gilt es inzwischen nicht mehr als Geheimtipp.
Werde Teil davon und lass dich in den Bann ziehen von bunten, polimagischen Klangsphären.
Lebe die Polimagie!

ALICE PHOEBE LOU
BUKAHARA
CARI CARI
CARROUSEL
Ob allein mit ihrer Gitarre, als Straßenmusikerin am Mauerpark, oder elektrisch verstärkt mit Band, nicht selten in restlos ausverkauften Clubs: Die südafrikanische Ausnahmekünstlerin Alice Phoebe Lou gibt alles, um ihre Zuhörer im tatsächlichen Wortsinn zu erreichen. Ihr berückend-markanter Sopran vermag Glück in Gesichter zu zaubern, nahezu hinreißend die Ehrlichkeit, mit welcher sie ihre Songs vorträgt. Aufgewachsen in Kommetjie, einem Bergdorf unweit von Kapstadt, später als Weltenbummlerin recht vielseitig-kreativ unterwegs, siedelt Alice Phoebe Lou 2013 mehr oder weniger dauerhaft nach Berlin um und findet dort zu ihrer heutigen künstlerischen Passion. Fast alles über Musik und Performance hat sie auf der Straße gelernt und vielleicht ist genau da auch jener besondere Spirit entstanden, welcher ihren Liedern mitunter Sogwirkung verleiht. Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences hatte im Dezember 2017 sicher gute Gründe den Song „She“, Soundtrack zum Film „Geniale Göttin: Die Geschichte von Hedy Lamarr“, auf die Shortlist für den Oscar in der Kategorie “Best Original Song” zu setzen.
Das französisch-schweizerischen Duo Sophie Burande und Léonard Gogniat verführt uns mit Leichtigkeit und Charme. Ihre Songs profitieren vor allem von den Stimmen des Paares, die sich ergänzen, umschmeicheln, ineinander übergehen oder miteinander vereinen. Ob sie sich abwechseln oder im Duett singen, man spürt die gemeinsame Lebensgeschichte der beiden, die sich einst in Südfrankreich kennen und lieben lernten und sogleich anfingen, miteinander zu musizieren. Ihrem eingängigen, jedoch keineswegs simplen Mix aus Folk und Chanson, Weltmusik und Pop verpassen Burande und Gogniat immer wieder den notwendigen Schuss Originalität oder, besser: das gewisse Etwas. Die sprichwörtliche französische Lässigkeit wird nahezu greifbar. Insbesondere auf ihren leidenschaftlich zelebrierten Live Shows knüpfen Carrousel jenen besonderen Draht zum Publikum, welcher die Anzahl ihrer weltweiten Fans stetig größer werden lässt.
CHARLOTTE BRANDI
DAN MANGAN
DJANGO LASSI
FIRST BREATH AFTER COMA
Würde man den Stil des in Berlin ansässigen Quintett allein mit Gypsy-Swing bezeichnen, hätte man zu kurz gegriffen. Zwar bildet die im Bandnamen schon angedeutete Referenz zur Tradition des Jazz Manouche durchaus die Grundlage für viele ihrer Stücke und auch spielen Django Lassi virtuos Reinhard-Kompositionen und wild poetische Balkanmusik, doch halten sie den klanglichen Horizont in jede nur erdenkliche Richtung weit offen und verstehen es, all diese Einflüsse zu einer hochwertigen und doch erstaunlich tanzbaren Klangwelt verschmelzen zu lassen. Erstmals nach 2 Jahren Abstinenz kehren sie mit neuen Songs im Rahmen des Polimagie - Festivals nach Dresden zurück.
First Breath After Coma ist eine fünfköpfige Shoegaze-Band, die wir so eher aus Edingburgh oder Glasgow erwartet hätten. Hymnische Chöre treffen auf schwer verhallte Vocals und Gitarrenlicks, die wie eine Kreuzung aus Editors und Slowdive klingen. Ihr aktuelles Album DRIFTER erschien 2018 und sorgte in der Heimat für Erstaunen. Schließlich sind diese Burschen gerade einmal knapp über 20 Jahre alt. Auch in Dresden trafen sie damit beim Publikum auf offene Ohren, es freut uns die Band erneut mit ihrem einmaligen Sound begrüßen zu dürfen.
HANNAH WILLIAMS & THE AFFIRMATIONS
ILGEN-NUR
MALENA ZAVALA
MY BABY
„Indie-Deutschland könnte bald eine neue Slacker-Prinzessin in den eigenen Reihen haben: Ilgen-Nur. So sperrig wie ihr Name ist, so schmissig kommt nämlich ihre Musik daher. Ilgen-Nur, die eigentlich Ilgen-Nur Borali heißt, aus der Nähe von Stuttgart kommt und jetzt in Hamburg lebt, singt unter anderem davon, dass sie lediglich versuche cool zu sein, bis nachmittags penne und keinen Plan habe, wie ihr Leben morgen aussehen könnte und wie es gestern noch aussah. Sie sei halt einfach Anfang 20. Die dazugehörige musikalische Lo-Fi-Attitüde lässt an Courtney Barnett, Ben Kweller und Kate Nash denken und dass mit dem fehlenden Plan ist in Wahrheit wohl eher Koketterie.“ MUSIKEXPRESS
„Delta Trans Louisiana Dub Indie Funk“ benennt die niederländisch-neuseeländische Groove-Maschine MY BABY ihren weitausholend-stilübergreifenden, vollkommen verrückten Mix. Dreckige Slidegitarren inklusive ins Mark treffende Wah Wahs, live(!) getrommelte Techno & TripHop-Beats, Melodien, welche nicht aus dieser Zeit zu stammen scheinen – My Babys scheinbar simpler und gleichzeitig so komplex auf den Zuhörer einwirkender Sound vermag menschliche Urinstinkte direkt anzutriggern. Alles zusammen extrem tanzbar. Und über alldem die mächtige Stimme von Zeremonienmeisterin Cato van Dijck. „Manche Menschen sagen, dass unsere Musik ein neuer Stil ist. Das ist ein großes Kompliment. Obwohl wir nicht sagen würden, dass es wirklich neu ist. Wir glauben an die heilende Wirkung von Bewegung und Tanz zu allen Zeiten. Es ist in unserer DNS veranlagt, bestimmte Rhythmen zu erkennen und sich dazu zu bewegen. Das ist nicht mit einem bestimmten Zeitalter verbunden, es gilt für alle Epochen. Es ist einfach Menschsein. Auch aktuell gibt es definitiv Leute, die genau danach suchen. Sie wollen vieles organischer machen, weil sie einfach erschöpft sind von all dieser Massenware. Unsere Musik kann Teil dieser Bewegung sein. Denn viele wollen zurück zu warmen, analogen Sounds. Es ist ein großartiges Gefühl, wenn sie zu unserem Konzert kommen und sich nach der Show befreit fühlen und bewegt, wortwörtlich bewegt. Wir wollen gar keine andere Musik machen.“
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SAINT AGNES
STIEHLER/LUCACIU
TANGA ELEKTRA
TASKETE
Saint Agnes sind zweifellos einer der heißesten Acts der derzeitigen britischen Garagenrock-Szene. Der Hauch von Blues, die psychedelischen Elemente, das charismatische Front-Duo Kitty Arabella Austen und Jon Tufnell, die unglaublich lauten und dröhnenden Auftritte, die überspannte, aber stilsichere Live-Show, die Gewohnheit, den Moshpit als „coven“; als Hexenzirkel zu bezeichnen, das Spiel mit Witchcraft und Dämonie, mit religiösen und satanischen Elementen - all das zusammen ist das mörderische Gebräu namens Saint Agnes. Dreckiger Rock’n’Roll, direkt aus der rumpeligen Garage, wälzt sich kurz in Metal-Spänen und stochert ausgiebig in den sumpfig-trüben Tiefen des Psychobilly Blues. Dunkel, roh, unanständig und zutiefst heavy. Das East-Londoner Quartett versetzt seine Anhänger gerne in Ekstase und steht lieber auf der Bühne als im Studio. Und genau da ist es auch ganz hervorragend aufgehoben, um Nacht für Nacht die Toten auferstehen zu lassen. Fragt sich nur, wie Saint Agnes eigentlich auf ihren Bandnamen gekommen sind. Denn eigentlich gilt doch die heilige Agnes als Patronin der Jungfrauen und der Keuschheit. Aber wahrscheinlich ist das der erste und letzte Hexenscherz von Kitty und ihren ergebenen Jungs.
Das Duo Stiehler/Lucaciu steht für instrumentalen Pop, entwachsen aus einer klassischen Musikausbildung, geformt von einem gemeinsamen Jazz-Studium an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig, inspiriert von zahlreichen Konzerten und Aufnahmen mit Freunden und Größen der deutschen Musikszene: Antonio Lucaciu ist Duopartner von Clueso und musizierte mit Udo Lindenberg und Wolfgang Niedecken. Stiehler war 2011 Teil der Supportband von Herbert Grönemeyer. Derzeit arbeitet das Duo Stiehler/Lucaciu eng mit Max Prosa zusammen. Antonio und Sascha kennen sich seit ihrer Jugend, teilen eine besondere Freundschaft zueinander und verwirklichen seit jeher gemeinsam ihre musikalischen Ideen und Visionen. Zum Polimagie - Festival kehren sie mit neuem Album nach Dresden zurück.
Tanga Elektra ist eine deutsche Elektro-Soul-Band aus Berlin mit englisch-sprachigen Eigenkompositionen, bestehend aus den Brüdern David Engler und Elias Engler. Charakteristisch ist, neben der souligen Stimme des Geigers David, die unkonventionelle Benutzung der Violine mit diversen Effekt-Pedalen und einer Loopstation, die diese unterschiedlichsten Sounds so übereinander schichtet, dass dadurch eine bemerkenswerte Fülle an Klängen erreicht wird und so bei dem Zuhörer die Illusion einer vielköpfigen Band entsteht. Zuletzt spielten die Brüder vor 2 Jahren in Dresden, seitdem haben sie musikalisch neue Wege beschritten und kehren endlich wieder nach Dresden zurück.
TRISTAN BRUSCH
VERA SOLA
VOODOO JÜRGENS
"Heite grob ma Tote aus" - beschwingt-morbide bis derb erzählt der ehemalige Friedhofsgärtner David Öllerer aka Voodoo Jürgens Geschichten vom Rand der österreichischen Gesellschaft. Die Haarpracht eher kammfrei gehalten, das Kinn natürlich unrasiert, Fluppe im Mundwinkel, das Hemd scheint aus rumänischen Platzdeckchen genäht, Goldkette ... Typen, die mit solch abgerissenem Schick daher kommen, nennt man in Wien gerne "Strizzi". Voodoo Jürgens singt in derselben Sprache, in welcher er auch sonst spricht und denkt. Kein Geschwafel und Gejammer. Der "Wuhduh" kennt sich halt aus. Straßenabitur mit ordentlich Schmäh, statt Comedy oder gar Sozialporno. Das gute alte Wienerlied, jener galgenhumorige Schlager der Existenzverzweifelten, ist eben nicht tot zu kriegen. Ambroß, Danzer und Hirsch erheben das Glaserl Heurigen. Und Georg Kreisler geht erst mal "Tauben vergiften im Park".